Filmtipps

Auf dieser Seite einige Feuerwehrfilme die aus unserer Sicht sehenswert sind. Weitere Tipps werden gerne entgegen genommen.


Im Feuer

Im Feuer liefert einen Tribut an Feuerwehrleute und beschäftigt sich mit jenen Menschen, die beruflich ihr Leben riskieren. Regisseur Jay Russell beschäftigte sich ähnlich ernsthaft mit seinem erinnerungswürdigen Familienfilm Mein Hund Skip, und obwohl das ultra-konventionelle Drehbuch von Lewis Colick viele Banalitäten beinhaltet, schafft Im Feuer so viel Respekt für die Feuerwehrmänner in Baltimore, dass man sich unweigerlich emotional zu Menschen wie Jack (Joaquin Phoenix) hingezogen fühlt – einem Feuerwehrmann, dessen Karriere, Umwerbung seiner zukünftigen Ehefrau, Ehe und Vaterschaft im Rückblick gezeigt wird, während er in der zur jetzigen Zeit spielenden Rahmenhandlung im brennenden Inneren eines zusammen fallenden zwanzigstöckigen Hochhaus von seinen befreundeten Feuerwehrkameraden abgeschlossen um sein Leben kämpft. In den gemeinhin bekannten Szenen über Männerfreundschaften, gefährlichen Rettungsaktionen, Verletzungen, Todesfällen und der unterstützenden und doch besorgten Haltung von Jacks Frau (Jacinda Barrett) gibt es nichts Neues zu sehen, aber sobald sich der Film auf die einfache Unverfälschtheit von Jacks persönlicher und beruflicher Hingabe fokussiert, gibt der Film Joaquin Phoenix die Gelegenheit, sich selbstlos zu profilieren, wobei ihn John Travolta als Jacks Mentor und überzeugter Feuerwehrhauptmann dezent unterstützt. Im Feuer ist in vielerlei Hinsicht Routine, aber der Film liefert den Helden der Arbeiterklasse eine wohl verdiente Huldigung.


Backdraft - Männer die durchs Feuer gehen

Backdraft, das ist in erster Linie ein Film über das Feuer -- über das Spiel mit und den Kampf gegen das heiße Element. Aber vor allen Dingen ist Ron Howards dramatisches Epos eine pyrotechnische Hommage an die Feuerwehrmänner Amerikas.

Backdraft nennt man im Fachjargon das explosionsartige Wiederaufflammen eines Schwelbrandes durch Sauerstoffzufuhr in einem geschlossenen Raum. Jedem, den die Natur auch nur halbwegs mit einem Sinn für Optik ausgestattet hat, wird die Adaption jenes Phänomens für die große Leinwand locker einleuchten. Vor allem dann, wenn es um Feuerwehrmänner geht! Vor diesem Hintergrund entwickelt Regisseur Ron Howard -- Willow, Appollo 13, Der Grinch oder Kopfgeld -- die Geschichte über den Kampf um gegenseitigen Respekt und eine zerbrechende Familie.

Brian McCaffrey -- William Baldwin -- musste vor 20 Jahren den Tod seines Vaters mit ansehen. Alles, was ihm blieb, war der angekohlte Feuerwehrhelm und die flüchtige Berühmtheit einer Fotografie. Seitdem hatte wenig in seinem Leben Bestand. Oft wechselnde Jobs bringen ihn zudem immer weiter in den Konflikt mit dem älteren Bruder Stephen, der von Kurt Russell gespielt wird. Stephen ist derweil in die Fußstapfen des verstorbenen Vaters getreten und eine Legende bei seinen Kollegen geworden. Doch sein Familienleben ist ein Desaster. Die Ehe mit Rebecca de Mornay geschieden und dem Sohn mehr und mehr entfremdet. Grund genug also für beide, sich aus dem Weg zu gehen. Oder doch nicht? Als Brian sich ebenfalls dazu entschließt, Feuerwehrmann zu werden und dann auch noch Stephens Einheit zugeordnet wird, verfolgt ihn dieser permanent mit seinem Misstrauen. Brian gibt schließlich auf und nimmt einen Job bei Donald "Shadow" Rimgale -- Robert de Niro -- an, der die Backdraft-Anschläge untersucht, die dem Film seinen Titel verschaffen. Nun müssen die beiden ungleichen Brüder doch noch zusammenarbeiten. Je weiter die Ermittlungsarbeiten Rimgales voranschreiten, desto größer wird der Verdacht, dass es ein Feuerwehrmann ist, der diese schrecklichen Brände legt. Doch warum?

Ron Howard bürdet dem Film ungemein viel auf. Zum einen zeichnet er eine Innen-und Außenansicht der Feuerwehr mit allen Problemen der fortwährenden Budgetkürzungen und privater Tragödien. Zum anderen implantiert er in diese Story, die allein schon für einen Film gereicht hätte, noch eine Kriminalgeschichte, die letztlich wieder zur Institution Feuerwehr zurückführen wird. Dass der Regisseur mit seinem Vorhaben letztlich nicht scheitert, ist mehreren Faktoren zu verdanken. An erster Stelle müssen natürlich die technischen Aspekte -- die Spezialeffekte von George Lucas Trickschmiede Industrial Light & Magic sowie der fantastische Score von Hans Zimmer genannt werden. Schöner als in Backdraft ist das Element Feuer im Kino noch nie inszeniert worden! Die Hassliebe der Feuerwehrmänner zum Feuer vermögen allein schon diese hochgradig ästhetischen Bilder zu vermitteln. Richtig lebendig wird die Geschichte aber erst durch die Schauspieler. Allen voran seien Kurt Russel, Scott Glenn und Robert de Niro genannt. Deren hervorragende Spielweise verleiht ihren Charakteren jene harte und desillusionierte Note, die dem Film seine emotionale Glaubwürdigkeit verschafft.


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