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Wasserführende Armaturen

Übersicht

Wasserführende Armaturen werden bei der Löschwasserförderung von der
Wasserentnahmestelle bis zur Wasserabgabe benötigt. Sie werden eingeteilt:

Kupplungen:
- Druckkupplungen
- Festkupplungen
- Saugkupplungen
- Blindkupplungen
- Übergangsstücke

Armaturen zur Wasserentnahme
- Saugkörbe
- Schutzkörbe
- Standrohre
- Wasserstrahlpumpen

Armaturen zur Wasserfortleitung
- Sammelstück
- Druckbegrenzungsventil
- Verteiler
- Stützkrümmer

Armaturen zur Wasserabgabe
- Mehrzweckstrahlrohre
- Löschlanze
- Sonderstrahlrohre

 

Kupplungen

Schlauchkupplungen

Schlauchkupplungen dienen zum Verbinden von Schläuchen untereinander und zum
Anschluß an andere Geräte. Als Material werden Leichtmetallegierungen verwendet.
Schlauchkupplungen werden in Druck- und Saugkupplungen unterschieden.

Größen:
- A Druck- und Saugkupplungen
- B Druck- und Saugkupplungen
- C Druck- und Saugkupplungen
- C Druckkupplung C 42
- C Druckkupplungen Druckschlauch S
- D Druck- und Saugkupplung

Eine Schlauchkupplung besteht aus 2 Kupplungshälften, die sich aus jeweils 4 Einzelteilen zusammensetzen.

1. Knaggenteil
2. Einbindestutzen
3. Sperring
4. Dichtring

Druckkupplungen haben einen kurzen Einbindestutzen, der Dichtring nur eine Drucklippe. Saugkupplungen haben einen langen Einbindestutzen, der Dichtring besitzt eine Druck- und eine Sauglippe.

Alle Kupplungen haben nach dem Kuppeln 4 Haltepunkte.


Festkupplungen
Festkupplungen sind an Zu- bzw. Abgängen von Armaturen, Feuerlöschkreiselpumpen und anderen Geräten fest angeschraubt.

Blindkupplungen
Blindkupplungen werden zum luft- und wasserdichten Verschließen bzw. zum Schutz vor Verschmutzung nicht benutzter Zu- und Abgänge verwendet.

Übergangsstücke
Übergangsstücke werden zum Verbinden von Kupplungen verschiedener Nennweiten benötigt. Sie werden in 3 Größen eingeteilt.

- Übergangsstücke C - D
- Übergangsstücke B - C
- Übergangsstücke A - B

 

Armaturen zur Wasserentnahme

Saugkörbe
Aufgaben:
1. Zurückhaltung größerer Schmutzteile zum Schutz der Feuerlöschkreiselpumpe.
2. Sicherstellung des Auffüllens der Feuerlöschkreiselpumpe bei Ausfall der Entlüftungseinrichtung.
3. Festhalten der Wassersäule bei vorübergehender Unterbrechung der Wasserförderung.

Schutzkörbe
Sie dienen als zusätzlicher Schutz bei besonders verschmutzten Wasserentnahmestellen (offene Gewässer).

Ausführung: Weidenkorb oder Drahtgeflecht.

Standrohre
Sie dienen zur Wasserentnahme aus Unterflurhydranten. Das Standrohr hat 2 B-Abgänge.

 

Armaturen zur Wasserfortleitung

Sammelstücke
Über Sammelstücke wird Feuerlöschkreiselpumpen Wasser zugeführt. Sie haben die Aufgabe 2 ankommende Leitungen in eine nächstgrößere überzuleiten.

Genormte Größe: A-2B.

Verteiler
Die Verteiler haben die Aufgabe, das Löschmittel einer Zuleitung in 3 Schlauchleitungen zu verteilen. Verteiler sind in 2 Ausführungen (Kugelhahn oder Niederschraubventil) genormt.

Größen: B-Verteiler B-CBC, C-Verteiler C-DCD

Druckbegrenzungsventil
Es hat eine Einrichtung zum Einstellen des Betriebsdruckes in der B- Förderleitung. Sie soll eine Überbeanspruchung der Schläuche durch zu hohe Drücke oder Wasserschläge verhindern. Sie werden vor Verteiler oder vor Feuerlöschkreiselpumpen bei Reihenschaltung eingebaut.

Stützkrümmer
Der Stützkrümmer ist eine Armatur zum Ableiten der Rückkraft des Wasserstrahles von B-Stahlrohren über die Schlauchleitung zum Erdboden.

Außerdem kann er beim Verlegen von Schlauchleitungen über scharfe Kanten verwendet werden.

Eine weitere Verwendung findet er beim Einsatz als Monitor zusammen mit einem Verteiler, einem B-Rohr und einem C-Schlauch. Stützkrümmer werden nur in der Größe B hergestellt.

 

Armaturen zur Wasserabgabe

Mehrzweckstrahlrohre
Sie dienen der Abgabe von Löschwasser im freien Wurf mit einer für die Brandbekämpfung zweckdienlichen Ausflußgeschwindigkeit und Form (Voll- oder Sprühstrahl ).

Das Schaltorgan ermöglicht die Stellung:
- Vollstrahl
- Halt
- Sprühstrahl

Größen: BM CM DM

 

Tabelle mit Strahlrohrdüsen und Mundstücksweiten sowie Durchflußmengen bei einem Strahlrohrdruck von 5 bar.

 

Größe  Mundstück-Ø
mm 
Düse-Ø
mm 
Wasserdurchfluß
Ltr./min 
  22  800 
16    400 
  12  200 
  100 
  50 
  25 

 

Löschlanzen und Sonderstrahlrohre
Die Löschlanze findet Verwendung beim Löschen von Bränden in Müll- und Kohlehalden, Spänebunkern, Heu- und Strohhaufen, Getreidesilos und schwer zugänglichem Stapelgut.
Die Löschlanze ermöglicht Wasser gezielt und wirkungsvoll, auch in tiefere und unzugängliche Schichten, zu bringen.

Sonderstrahlrohre (Pistolen- oder Hohlstrahlrohre) werden überwiegend an der Schnellangriffseinrichtung von Tanklöschfahrzeugen eingesetzt. Mit ihnen ist ein gezielter und wirkungsvoller Löschwasserstrahl möglich.

Zum Niederschlagen von Brandrauch, Dämpfen und Gasen können Hydroschilder eingesetzt werden. Achtung: Es werden große Wassermengen benötigt!